Einfluss der äußeren Wärmedämmung auf die Feuchtigkeit im Bienenstock

Die Evolution der Honigbiene hat über viele Millionen Jahre in Baumhöhlen mit einer beachtlichen Wärmedämmung des umliegenden Holzes stattgefunden. Es ist davon auszugehen, dass sie sich auf dieses hierdurch maßgeblich geprägte Baumhöhlenklima perfekt eingestellt hat. Erst in der modernen Imkerei musste sie auf die Vorzüge einer solchen Wärmedämmung verzichten. Mit der mangelnden Wärmedämmung selbst kommt die Honigbiene erstaunlich gut zurecht, was vor allem daran liegt, dass ihr Wabenbau mit den ruhenden Luftschichten und teils mit Bienen gefüllten Wabengassen selber über eine ausgezeichnete Wärmedämmung  verfügt. Dies verleitet zu der Annahme, dass die fehlende Wärmedämmung lediglich einen erhöhten Energieaufwand für die Bienen bedeutet. Das ist ein Irrtum: Durch die fehlende äußere Wärmedämmung kommt es auch zu einer Veränderung der Feuchtigkeit im Bienenstock. Bei einer Baumhöhle mit massiven Holzwänden von durchschnittlich weit über 30cm Stärke liegt der Taupunkt tief im Holz der Seitenwände. Bei Beuten aus lediglich einer dünnen Holzschicht und ohne zusätzliche Außendämmung kommt es zu einer Erhöhung der Luftfeuchte im Wabenbau. Diese wiederum führt zu einer erhöhten Schimmelgefahr in der Beute und zu einer Verwässerung des Honigs mit einer Erhöhung der Gärungsgefahr.

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